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© Gleitschirmclub
Hochries Samerberg e. V.
Reinhold Parl

 

PRINTEX Cup
Ergebnisse Endstand 15.08.2007:

Endergebnis mit Details Flüge.pdf
 

Foto Pilot 

Verein

Platz

Foto Kroiss Markus GSC Hochries Samerberg 1
Foto Schütz Werner GSC Inntal 2
Foto Keim Hans GSC Inntal 3
click me Bauer Alfons GSC Hochries Samerberg 4
Foto Straßer Uli Bergdohlen Brannenburg 5
foto Rothmüller Rupert GSC Hochries Samerberg 6
foto Niedermeier Stefan GSC Inntal 7
Foto Paul Michael GSC Hochries Samerberg 8
Foto Parl Reinhold GSC Hochries Samerberg 9
Foto Nickl Christian DFC Albatros Kampenwand 10
Foto Varsani Manuela GSC Inntal 11
Foto Schmidseder Martin GSC Inntal 12
Foto Bausenwein Hans GSC Inntal 13


Markus

Markus Kroiss (GSC Hochries Samerberg),
gewinnt den PRINTEX-Cup 2007

Hochriesyeti (Markus private Homepage)
 


Ramboldplatte 49,3 km am 22.04.07
Chiemgau - Pokal, erst war es mir Wendelsteinseitig zu bockig, dann hat mich der Talwind einfach nicht zum 2. Wendepunkt hingelassen ... nach 2 Std probierens hab ich es dann sausen lassen :-)

Hochries 108,5 km am 28.04.07
Mein bislang schönster Flug. In Kössen hat sich mein Vario langsam verabschiedet - hörte sich plötzlich an wie ein Flipperkasten. Die Batterien wurden in der Kälte zu schwach. Nach der Querung des Pinzgaus gab es einen überwätligenden Ausblick auf den Alpenhauptkamm (Höhe etwa 3600 m) - lange währte der Genuss jedoch nicht, denn kurz darauf zerlegte es den Schirm ansatzlos und da pochte das Herzchen heftig ;-) Zum Schluß habe ich den Talwind falsch(rum) eingeschätzt und bin einen Leeseitigen Hang angeflogen, was nicht weiter schlimm war, nur der Flug war zu ende... Wurst - geil war's!

Sulzberg 76,2 km am 01.05.07
Soaring deluxe! Macht mehr Spaß als immer nur Thermikkurbeln. Beeindruckend war das Aufsoaren am Kitzbüheler Horn.
 

Werner Schütz (GSC Hochries Samerberg /GSC Inntal), Deutscher Streckenflugmeister 2007 beschreibt seine Wertungsflüge für den Printexpokal - er erreichte Platz Zwei.

 

 

Hochries-Flug (137km am 17.04.2007):
"Bis zum PassTurn fast perfekte Bedingungen, trotz wildem Gebastle kein Hochkommen am Wildkogel wegen N-Wind. Zug in Gastein um 5min verpasst, nette Fliegerfrau brachte mich nach Schwarzach und konnte so den Zug wieder einholen > war fast so spannend wie der Flug ;-)"
Auf der Jagd nach einem neuen Hochriesrekord folgte ich bis Fieberbrunn der üblichen "Hochries-Route". An diesem Tag entschied ich mich aber bei Fieberbrunn der "Hochfelln-Route" zum Passturn zu folgen (die Wolken haben mich verführt). Vor der Passturn-Querung zum Wildkogel hatte ich noch über 3000m, nach der Querung musste ich jedoch im Passturn-Lee schwitzen, wechselte die Talseite und konnte drüben sofort wieder zur Basis aufdrehen. Dann ging's weiter Richtung Osten (die Sonne im Rücken). Da ich mit der Zug-Rückfahrt bisher immer gute Erfahrungen machte, entschied ich mich bei Bad Gastein zu landen. Am Talende hats so richtig schön getragen (es ist an allen Ecken und Enden raufgegangen) und so verplämperte ich wertvolle Minuten. Ich wusste um 21.15 geht der letzte Zug von Salzburg nach Rosenheim, also entschied ich mich irgendwann doch zu landen. Der Landeplatz ist 2km ausserhalb von Bad Gastein (weiter taleinwärts). Nach dem Zusammenpacken war leider keine Mitfahrgelegenheit in Sicht. Während des Hetzens zum Bahnhof sah ich den Zug an mir vorbeirollen - Shit! Ich bereute das genussvolle Soaring über Bad Gastein. Am Bahnhof erfuhr ich, dass der nächste Zug erst in 2 Stunden geht - na bravo! Mit traurigem Gesicht saß ich vorm Bahnhof und plötzlich hat eine Frau angehalten: "Möchtest Du mit?". Im Auto erzählte Sie mir, dass Ihr Mann früher in der österreichischen Drachen-Liga geflogen ist und Sie immer für den Rücktransport verantwortlich war. "Gott sei Dank ist das nun alles vorbei!". Als ich Ihr jedoch von meiner Situation berichtete trat Sie aufs Gaspedal, hupte als Sie an Ihrem Zuhause in Dorf Gastein vorbeifuhr (Ihr Mann stand mit Gartenschlauch im Garten und hatte ein großes Fragezeichen im Gesicht) und brachte mich im Höllentempo nach Schwarzach. Und als hätte ich an diesem Tag nicht schon genug Glück gehabt - der vorher verpasste Salzburg-Zug musste dort wegen einem anderen Zug warten. :-))

Kampenwandflug (34 km am 13.07.2007):
Irgendwann im Juli wurde mir bewusst, nachdem ich einige Verletzungen verdaut hatte, dass es da auch noch den PrintexCup gibt. Also entschied ich mich an diesem Tag für die Kampenwand (sonst wär ich sicher zur Hochries).
Zusammen mit noch einem anderen Piloten suchte ich den Termikweg nach oben. Zunächst vergeblich, bis irgendwann eine Blase auf knapp 1900m aufstieg. Meine Chance! Und ab ging's mit dem Wind Richtung Unterwössen. Dort zeigte mir ein Segelflieger, wo man sich soared halten konnte. Normal wär ich hier landen gegangen - weil's einfach nichts durchriss. Vom PrintexCup-Gedanken getragen, flüchtete ich aber dann doch von einem Buckel zum Nächsten. Mal unter, mal knapp über 1000m, kontinuierlich die Landeklappen ausgefahren. Irgendwie bin ich dann doch in Kössen eingesoart und konnte dort auch nochmal bis zum Gipfel aufsoaren. Bei diesem Flug musste ich kontinuierlich an den Spruch von Boxi denken: "Ein Flug ist erst beendet, wenn beide Füße auf dem Boden sind!"

Vogelsangflug (45 km am 26.07.2007)
Jetzt war ich heiss auf den PrintexCup und überredete meinen Freundeskreis an diesem Tag zum Vogelsang zu fahren. Nach längerer Wartezeit (hatte schon Angst, die Jungs würden mich ans Gipfelkreuz nageln) sagte Hans: "Er verzichtet auf den Flug, wenn einer absäuft." Das war die Initialzündung und Bubi zögerte keinen weiteren Moment (trotz dass ein vom Wallberg kommender Pilot an der Vogelsang-Westseite gerade absäuft). Wir starteten nach Osten und konnten überm Sessellift Höhe machen. Kurz darauf ging es sogar bis an die Basis (für mich das einzigste Mal an diesem Tag) und wir flogen überm Brünnstein zum Hockeck. Dort nahm ich erstmal die Warteposition ein und kämpfte um jeden Zentimenter. Diesen doch so bekannten Abschnitt (Wallberg-Rennstrecke) bin ich noch nie geflogen, war für mich also was ganz besonderes! Mit ca. 1600m flog ich dann ab Richtung Zahmer Kaiser mit dem Gedanken im Kopf "Das reicht nie". Aber irgendwie hat's nett getragen und geschoben und am Kaiser angekommen ging's zuverlässig nach oben (Hans und Bubi sind sogar noch tiefer angekommen). Unter Gipfelhöhe ging's im Konturenflug weiter nach Kössen, dort ging's nochmal rauf zur 2000m-Marke und ich flog wieder zurück nach Westen, Richtung Tiroler Heuberg. Auf dem Weg dorthin suchte ich vergebens nach Termik - das war's wohl?! Plötzlich erinnerte ich mich an die Konvergenz bei der Oddn-Alm, also nix wie hin. Dort sah ich dann auch einen anderen Piloten aufdrehen. Hans war leider zu tief angekommen und musste dort landen. Ich kam etwas höher dort an, kam nochmal gut hoch und konnte mich noch weiter bis nach Ebbs zurückmogeln.

Ich muss zugeben, der PrintexCup hat mich motiviert, auch die benachbarten Flugberge zu besuchen und konnte somit viele neue Erfahrungen sammeln.

Hans Keim (GSC Inntal) erreicht Platz 3

 

 

 


Pressebericht ungekürzt:
  Newcomer gewinnt Printex-Cup

Niemand hätte gedacht, dass die Entscheidung bereits im Frühjahr fallen würde, erwartete man sich doch in heimischen Gleitschirmfliegerkreisen noch einige Hammertage im Hochsommer. Doch die blieben leider aus und so reichten Markus Kroiß, Vereinspilot des Gleitschirmclubs Hochries, seine drei Flüge über 108 km, 75 km und 50 km zum klaren Sieg beim Printex-Cup. Der in diesem Jahr erstmals ausgetragene Wettbewerb beruht auf einer Idee des Sportwarts des GSC Inntal, Manuela Varsani. Ihr Grundgedanke, die oberbayerischen Gleitschirmvereine näher zusammenzubringen, begeisterte auch Klaus Unterseer, Chef der Firma Printex und selbst Gleitschirmpilot, der spontan die finanzielle Basis für das Vorhaben bereitstellte. So sollte die Kommunikation zwischen den Mitgliedern gefördert und das Interesse am Fliegen in angrenzenden Fluggebieten geweckt werden. Angenehmer Nebeneffekt: an schönen Tagen waren deutlich mehr Flieger in den heimischen Bergen unterwegs, die damit vielen Bergtouristen ein einzigartiges Schauspiel boten. Die Startmöglichkeiten waren auf die von den teilnehmenden Clubs betreuten Fluggebiete begrenzt: Kampenwand, Hochries, Vogelsang, Sulzberg und Ramboldplatte. In die Wertung gingen die drei weitesten Flüge ein, gestartet von unterschiedlichen Bergen. Die Leistungen aller teilnehmenden Piloten zeigen deutlich, dass auch von den Chiemgauer und Inntaler Bergen aus Gleitschirmflüge auf hohem Niveau möglich sind.

Dass der Sieger Markus Kroiß gerne etwas länger in der Luft bleibt, ließ er bereits beim Grazi-Man-Wettbewerb in Reichenhall erkennen. War er dort noch vom Pech verfolgt, weil ihm sein Support-Team die Laufschuhe am falschen Platz deponierte, bewies er bei diesem Wettbewerb was in ihm steckt. Selbst dem deutschen Meister im Streckenfliegen Werner Schütz zeigte er, was eine Harke ist und verwies ihn auf den zweiten Platz, Dritter wurde Hans Keim, Pilot im Nachbarverein GSC Inntal.

Der 32-jährige Schreinermeister und Diplom-Informatiker fliegt gerade mal seit 3 Jahren. Allerdings hat er in dieser Zeit einen enormen Schatz an Flugerfahrung angesammelt. Allein für das letzte Jahr stehen rund 400 Flüge in seinem Flugbuch und das obwohl er während der Saison sogar noch mehrere Wochen wegen eines gebrochenen Fußes ausfiel. Markus ist ein Bergfex, der möglichst jede freie Minute auf irgendeine Weise am Berg verbringt – meist begeht er mit geschultertem Fluggerät den Berg, um anschließend abzugleiten. „Ich bin eigentlich kein Wettbewerbsflieger“ meint Markus Kroiß zurückhaltend, „denn bei derartigen Veranstaltungen werde ich aufgrund der vorgegebenen Aufgabe dazu veranlasst, Stellen anzufliegen, die ich normalerweise nie ansteuern würde. Die offene Aufgabenstellung des Printex-Cup hat mir aber sehr gefallen, weil sie mich in meiner Entscheidung als Pilot nicht einschränkt.“

Seinen weitesten Flug in diesem Wettbewerb startete der Sieger im Frühjahr von der Hochries aus. Er führte ihn in einer Höhe von 3700 Metern hinweg zum Alpenhauptkamm, wo er aus der beneidenswerten Perspektive eines Steinadlers die gesamte Bergkulisse unter sich sah, noch leicht bedeckt von feinem weißen Puder aus Schnee. Solch ein Anblick und das in diesen Momenten entstehende Gefühl von Freude, Glück und Einheit mit der Natur sind die Motivation, die auch viele andere Piloten immer wieder auf den Berg und hinaus in die Lüfte zieht. Erst nach rund 108 km machte das östliche Talwindsystem im Pinzgau seinem Flug ein Ende.

Als schönstes Erlebnis blieb ihm aber der etwas kürzere Flug vom Sulzberg über das Kaisergebirge bis nach Fieberbrunn in Erinnerung. Hier zeigt sich einmal mehr, dass die Freude umso größer ist, je anspruchsvoller eine schließlich gelöste Aufgabe war, denn dieser Flugtag bot nicht gerade überragende Bedingungen. Hangnah und unter permanenter Nutzung des dynamischen Hangaufwindes arbeitete er sich immerhin 75 km vor. Das Kitzbühler Horn erreichte er sogar nur noch wenige Meter über dem Bergstock, konnte sich dann jedoch durch geschicktes Soaren über dessen Gipfel hinweg mogeln.

Schwieriger als seine Flüge sieht Markus Kroiß den Heimweg. Der verursachte meist mehr Zeitaufwand, da Gleitschirmflieger nur sehr eingeschränkte Heimkehrmöglichkeiten haben: Laufen, öffentliche Verkehrsmittel, Trampen oder abholen lassen. Während die ersten beiden Möglichkeiten selten zum Ziel führen, bleiben bei der dritten Wahl vor allen Dingen männliche Gleitschirmflieger meist auf der Strecke. So ergibt sich ein zeitliches Ungleichgewicht zwischen Hinflug und Heimkehr von etwa 2/5 zu 3/5.


Das Erfolgsrezept für seine weiten und langen Flüge erklärt Markus Kroiß so: „Ich habe beim Fliegen ständig ein Modell der Luftbewegungen im Kopf und wie sie durch das Relief der Berge um mich herum beeinflusst werden.“ Damit versucht er herauszufinden, wo möglicherweise ein Thermikbart stehen könnte, ein Bergrücken dynamisch angeströmt wird oder sich eine Konvergenz bildet. Auch mögliche Leesituationen kann er damit frühzeitig lokalisieren. „Allerdings klappt das nicht immer. Ich lerne aber ständig dazu und revidiere dann mein Modell“ gibt er ehrlich zu. Dass manchmal auch Unvorhergesehenes geschieht, musste er im Augenblick des Hochgefühls bei seinem Einflug ins Pinzgau erleben, als es ihm in 3.700 Metern Höhe den Schirm komplett zerlegte. Rückblickend analysiert er die Ursache als den Abwind einer starken Thermik, verbunden mit einer Windscherung in großer Höhe, deren Kombination zu einem heftigen Frontklapper führte. Es ging alles sehr schnell und bevor er den Schirm wieder mit Hilfe von unbewusst-automatisch eingesetzten Standardmethoden stabilisieren konnte, spiralte er erst einmal einige 100 Meter ab. War er bislang gewohnt, von seinem Schirm eine Rückmeldung über die drohende Gefahr zu erhalten, traf ihn dieser Klapper ohne jegliche Vorwarnung. „Gerettet hat mich schließlich meine Flugerfahrung, durch die ich mich zu keiner Überreaktion hinreißen ließ. Ein Pilot muss immer in Übung bleiben“ ist sein Statement, das auch andere Flieger nachdenklich machen sollte. Für sein Training nutzt er unter anderem Starkwindtage, um auch am Boden nie das Gefühl für seinen Schirm zu verlieren. Selbst im Winter hält ihn die beißende Kälte der Luft nicht davon ab die Startplätze mehrmals am Tag per pedes zu erreichen und sich in die zu dieser Jahreszeit meist ruhigen Luftmassen zu schwingen.                        
 

Klaus Jotz


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