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© Gleitschirmclub
Hochries Samerberg e. V.
Reinhold Parl

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 OVB 08.12.09 Mitglieder reisten deutschlandweit an - Hängegleiterverband: Über 300 Teilnehmer trafen sich am Samerberg

Samerberg – Drei Tage lang trafen sich bis zu 300 Mitglieder des Deutschen Hängegleiterverbandes (DHV) in der Samerberger Halle zwischen Grainbach und Törwang. Dabei wurde auch das 30-jährige Bestehen des DHV gefeiert. Der Termin fiel zudem mit dem 20-jährigen Bestehen der beiden Gleitschirmvereine GSC Hochries-Samerberg und GSC Inntal zusammen. Charlie Jöst als Vorsitzender des Deutschen Hängegleiterverbandes stellte die Bedeutung der Hochries als Fluggebiet heraus, die zu den Fluggeländen mit den meisten Starts in Deutschland zählt. Darüber hinaus legte er aber auch Wert „auf die Rücksichtnahme beim Fliegen gegenüber Anwohnern, Natur und Gastgebern“. Auch Samerbergs Bürgermeister Georg Huber betonte, „dass die Drachen- und Gleitschirmflieger mit ihrem sanften und naturverträglichen Sport einen wichtigen Beitrag für den Fremdenverkehr in der Region Samerberg leisten“. Für eine Überraschung sorgte Konditormeister Toni Bauer, der das Fluggelände Hochries-Samerberg als Riesentorte präsentierte. 14 Tage hatte er daran gearbeitet. Der Erlös aus dem Verkauf ging an die Kindergartengruppe Samerzwergerl.

 

 PRESSEMITTEILUNG 23.11.09 - Drachen- und Gleitschirmpiloten spenden für Samazwergerl

Zum 30- jährigen Jubiläum des Deutschen Hängegleiterverbandes (DHV) am Samerberg stiftete der Konditormeister Toni Bauer eine 50 kg schwere Torte für die ca. 200 Delegierten aus ganz Deutschland. In über 30 Arbeitsstunden schuf er eine 3 Quadratmeter große Torte, die die Landschaft des Samerberg incl. Hochries, der Hochriesbahn und sämtlicher Gebäuden darstellte.

U.a. verbrauchte er hierzu 360 Eier, 10 ltr. Sahne 7kg Schokolade und 10 kg Marzipan. Die Delegierten honorierten das Kunstwerk mit großem Beifall und verspeisten es in den Pausen ihrer Jahrestagung in der Samerhalle. Zu einem symbolischen Preis von einem Euro fanden die Kuchenstücke einen reißenden Absatz.
Der Gesamterlös wurde von Rudl Bürger, dem Geschäftsleiter der Hochriesbahn, zu einem runden Betrag aufgestockt und hat zusammen mit Toni Bauer die Spendensumme von 500€ an die Vorstände der „Samazwergerl“ übergeben.

Die „Samerzwergerl“ sind eine Kleinkinderbetreuungsgruppe, die ohne große Unterstützung durch öffentliche Geldern, die tägliche Betreuung von Kindern übernimmt. Die beiden Vorsitzenden des Vereins nahmen die Spende der Drachen- und Gleitschirmpiloten dankend entgegen.     Toni Hö

 PRESSEMITTEILUNG 23.11.09 Größter deutscher Pilotenverband feiert am Samerberg

30 Jahre Deutscher Hängegleiterverband (DHV) – das war schon ein Grund zum Feiern am idyllischen Samerberg, zumal dieses runde Jahresfest mit zwei weiteren Jubiläen zusammenfiel: dem zwanzigjährigen Bestehen der beiden Gleitschirmvereine GSC Hochries-Samerberg und GSC Inntal. Deshalb entschied sich der DHV seine diesjährige Jahreshauptversammlung mit einem großen Festakt in der Sporthalle der Grundschule Samerberg abzuhalten. Geladen waren neben den Mitgliedern, Freunden und Interessierten auch eine illustre Runde von Ehrengästen.
Der DHV ist der Dachverband aller Drachen- und Gleitschirmflieger in Deutschland und mit über 34.000 Mitgliedern die größte derartige Organisation weltweit. Seine Geschäftsstelle unterhält er in Gmund am Tegernsee. Die Gründungsinitiatoren Klaus Tänzler (heute noch Geschäftsführer) und Peter Janssen (Rechtsanwalt und mittlerweile 1. Bürgermeister von Tegernsee) planten damals, die aufkommende Problematik des Drachenfliegens bezüglich Nutzung des Luftraums und Gerätetechnik in gesicherte Bahnen zu lenken. Ihre intensive Arbeit war auch schnell von Erfolg gekrönt, denn seit vielen Jahren ist der DHV Beauftragter des LBA (Luftfahrtbundesamt), unter anderem für die Bereiche Sicherheit, Geräteprüfung, Ausbildung und Flugbetrieb. Dazu gehört auch die Zulassung von Fluggeländen, egal ob am Berg oder in der Ebene (für Winden- oder Schleppstarts), die sich mittlerweile auf über 900 beziffern. Allein im Jahr 2009 konnten 20 neue Fluggelände zugelassen werden. Verantwortliche Halter sind dabei stets die Vereine vor Ort, die auch die Zulassung initiieren und für die Einhaltung aller sich daraus ergebenden Regelungen sorgen. Dazu gehören beispielsweise auch die Vorgaben für den Flugbetrieb, den Naturschutz und die Belange der Anwohner. Damit ist der DHV kompetenter Gesprächspartner für Behörden und Vermittler bei offenen Fragen.
Auch bei Unfällen ist er eine wichtige Instanz. Ähnlich wie bei den großen Vögeln der zivilen Luftfahrt ist im Ernstfall eine Unfallanalyse durchzuführen. Diese Aufgabe übernehmen die beiden Referate Technik und Sicherheit arbeitsteilig. Aufgrund ihres fundierten Knowhows versuchen sie, den Hergang mit allen relevanten Parametern genau zu rekonstruieren, um neue Erkenntnisse über meteorologische Zusammenhänge, problematisches Pilotenverhalten, kritische Fluggebietsbedingungen oder technische Mängel sofort an die Piloten weiter zu leiten.

Auch Flieger müssen zum „TÜV“

Eine zentrale Aufgabe kommt dabei dem Referat Technik zu, das sich mit der laufenden Entwicklung der Fluggeräte befasst, nicht als Hersteller sondern als Prüforgan. Der DHV ist die älteste unabhängige und vom LBA zugelassene Prüfstelle für Drachen und Gleitschirme. Jedes in Deutschland, Österreich oder Schweiz geflogene Luftfahrzeug dieser Kategorie muss die Zulassung einer Prüfstelle besitzen und diese Zulassung hängt von strengen Kriterien ab. Testpiloten überprüfen deren Einhaltung bei Flügen über Wasser und ordnen die Fluggeräte anschließend unterschiedlichen Leistungsklassen zu. Wer hier nicht besteht muss nacharbeiten, denn die Sicherheit der Piloten ist eine der Kernaufgaben des DHV. Für die Zulassung der Fluggeräte hatte man deshalb vor vielen Jahren das Gütesiegel entwickelt, das mittlerweile bei Herstellern und Käufern den gleichen Stellenwert besitzt wie das TÜV-Gutachten im Kraftfahrzeugbereich. Neben dieser Musterprüfung der Prototypen müssen alle Gleitsegel und Drachen in einem zweijährigen Rhythmus zur technischen Überprüfung in Prüfbetriebe, deren Qualität ebenfalls vom DHV überwacht wird. Diese langjährige erfolgreiche Arbeit für die Mitglieder sollte deshalb in einem geeigneten Rahmen angemessen gefeiert werden.

Singen und Dichten statt Fliegen

Begonnen hatte das Treffen bereits am Freitag Abend im Gasthof Zur Post in Törwang (Wirt Wolfgang Pallauf stellte auch die kulinarische Versorgung aller Versammlungsteilnehmer für das gesamte Wochenende sicher), wo sich der Verbandsvorstand und die Vorstände der einzelnen Vereine zunächst einmal für die kommenden Tage stärkten. Nachdem das leibliche Wohl befriedigt war, mussten die Vorstände im Wettstreit gegeneinander antreten. Allerdings sollten sie dabei nicht, wie vielleicht vermutet, mit fliegerischem Können glänzen, sondern vielmehr passend zum Jubiläumsjahr des 250ten Geburtstages von Friedrich Schiller, ihre Dicht- und Sangeskunst unter Beweis stellen. Eine Präsentation dieser Vorführungen in den Medien steht jedoch nicht zu befürchten.
Die eigentliche Feier eröffnete der 1. Samerberger Bürgermeister Georg Huber mit seiner Laudatio an den DHV und seine Mitglieder. Darin würdigte er vor allen Dingen, „dass die Drachen- und Gleitschirmflieger mit ihrem sanften und naturverträglichen Sport einen wichtigen Beitrag für den Tourismus in der Region Samerberg leisten.“ Nicht nur sie selbst als Gäste hätten daran einen großen Anteil, sondern auch ihre Wirkung auf andere Touristen, für die sie eine willkommene Attraktion darstellen. Wurden die Piloten in den Anfangsjahren von der Bevölkerung und vielen Schaulustigen noch als „Hadanfliaga“ (Hadan: bayrisch für Fetzen, Lumpen) belächelt, entwickelten sie das freie Fliegen zu einer absolut ernst zu nehmenden und auch in den Medien vielfach beachteten Sportart.
Damit war es ein leichtes für Charlie Jöst, erster Vorstand des DHV, den Ball zurück zu spielen. Mit einem großen Bilderrahmen für die Amtsstube, gefüllt mit einer Auswahl von Bildern des Drachen- und Gleitschirmflugsports, bedankte er sich bei Georg Huber als Stellvertreter aller Samerberger für die hervorragende Gastfreundschaft während der dreitägigen Feierlichkeiten.

Gleitschirmsport stammt aus Deutschland

Die waren zunächst von einer Reihe von Vorführungen und Vorträgen geprägt, in denen Jöst unter anderem an die Pioniere der Drachen- und Gleitschirmfliegerei erinnerte. An erster Stelle steht hier der amerikanische, auf Aerodynamik spezialisierte Ingenieur Francis Rogallo. Er patentierte 1948 eine nur aus Stoff und Schnüren bestehende Tragfläche, die es in ihrer Kategorie erstmals ermöglichte, ohne andere Antriebe durch die Luft zu gleiten. Daraus gingen später die sogenannten Hängegleiter (Drachen) hervor. Mit seinem immer wieder zitierten Motto „Take care and have fun“ steht Rogallo auch für die zentrale Aufgabe des DHV und die Einstellung aller Flieger. Leider verabschiedete sich Rogalllo im September dieses Jahres nach 97 erfüllten Lebensjahren von dieser Welt.
Als die eigentlichen Erfinder des Gleitschirmfliegens gelten aber die beiden deutschen Brüder Dr. Dieter Strasilla (66) und Prof. Dr. Udo Strasilla (72) (im Gegensatz zu einigen anderslautenden Gerüchten waren es diesmal nicht die Schweizer).

Udo Strasilla hatte damals bereits einen Lehrstuhl bei der NASA inne und ließ seinem Bruder immer wieder ausgemusterte Flächenfallschirme zukommen. Der baute daraus einen etwas größeren Schirm, mit dem er auf Skiern den Monte-Rosa-Gletscher hinauf segelte und anschließend herunter flog. „Mir wird heute Angst und Bange, wenn ich an den Flug vom Jungfraujoch denke – mit dieser Ausrüstung: Hängegurtzeug, Schirmeigenbau und kein Rettungsschirm.“ Bereits 1972 nutzten die beiden Brüder dafür Schirme aus Spinnakerstoff. Wenige Jahre später konstruierten sie den „Skywing“ aus Fallschirmseide, an dem sich in den siebziger Jahren auch Christian Neureuther als einer der ersten prominenten „Testpiloten“ versuchte. Der Skywing ist aber nicht nur der Urvater des Gleitschirms sondern auch der Kites, mit denen Surfer mittlerweile viele Gewässer durchkreuzen.


Schweizer mit viel Humor
Zu Gast war mit dem Präsidenten Dr. Daniel Riner und dem Geschäftsführer Hans-Peter Denzler auch eine Abordnung des fünf Jahre älteren Schweizer Bruderverbands SHV. Riner bedankte sich auf seine Schweizer Art in einer sehr humorvollen Rede, die stellenweise an seinen berühmteren Landsmann Emil Steinberger erinnerte, für die langjährige enge Zusammenarbeit. Besonders angetan hatte es ihm aber ein Zitat von Heiner Geisler, ausgesprochen bei der Versammlung vor fünf Jahren: „Leichtathletik ist Maloche, Fußball ist Arbeit, aber Fliegen ist eine Kunst, eine sehr hohe Kunst!“
Ein wahres Kunststück vollbrachte auch der Weltklasse-Drachenpilot Alex Ploner. Er ist der einzige Pilot, der es bisher schaffte, Weltmeister in allen drei Hängegleiterklassen zu werden. Wie man das schafft? „Viel Fliegen und vor allem Spaß am Fliegen haben,“ rät der bodenständige Süd-Tiroler. Sein Wissen, das ihn zu diesem Erfolg geführt hat, stellte er dem DHV für den neuesten Thermikflug-Lehrfilm zur Verfügung. Dieser Film stellt nicht nur interessantes Ausbildungsmaterial für Piloten dar, sondern bietet mit seinen eindrucksvollen Flugaufnahmen auch „Fußgängern“ unterhaltsamen und spannenden Einblick in den Luftsport und lässt sie so manchen Flug quasi als Copilot miterleben.

Samerberg als Riesentorte
(zur Gossansicht bitte anklicken)
Für eine besondere Überraschung sorgte der Samerberger Konditormeister Toni Bauer, der als Geschenk für den GSC Hochries-Samerberg das gesamte Samerberger Fluggelände mitsamt Bergbahn und Landplätzen als eine einzige Riesentorte präsentierte. 14 Tage hatte er daran gearbeitet und jeder Besucher der Versammlung konnte sich für einen Euro ein Stück der leckeren Hochries ergattern. Der Erlös von 366 Euro aus dem Verkauf geht als Spende von Toni Bauer und dem Gleitschirmclub an die Kindergartengruppe Samerzwergerl.
Den krönenden Abschluss der Feierlichkeiten am ersten Tag und die Überleitung zur geschlossenen Delegiertenversammlung bildeten die anmutigen Mädchen des Münchner Sporttheaters mit einer ästhetischen und akrobatischen Choreografie zum Soft-Hit von R. Kelly „I believe, I can fly“. Die Delegierten der einzelnen Vereine bedankten sich mit anhaltendem Beifall für diese faszinierende Vorstellung und den gelungenen Abschluss der Feierlichkeiten! Das an die Delegiertenversammlung anschließende Rahmenprogramm und gesellige Beisammensein für alle Mitglieder, Freunde und Interessierte gestaltete die Cover-Band „Late 68“ bis in die späte Nacht hinein mit vielen Songs aus jener Ära, aus der die Gruppe ihren Namen bezieht.
In der Delegiertenversammlung gab es einige heiße Diskussionen, ausgelöst durch den Geschäftsbericht des DHV. Einige Delegierte stellten die Frage, weshalb der Vorstand nicht mit entsprechenden Lösungen auf die Abwanderung der Hersteller zu anderen Prüfstellen reagierte. Durch die neuen Mitbewerber tritt hier seit zwei Jahren ein signifikanter Verlust bei den Einnahmen auf. Die Bemerkung „… das wäre halt so und damit müsse man leben“ wollten die Delegierten nicht gelten lassen und forderten den Vorstand hier zu mehr Kreativität auf. Auch bei einigen Anträgen , die den DHV bezüglich umweltbewussterem Verhalten in die Pflicht nehmen sollten, gab es einige Kontroversen. Allerdings musste festgestellt werden, dass der DHV hier bereits einiges unternommen hat, beispielsweise stellt er auf seiner Webseite unter dem Bereich Flugbetrieb/Naturschutz eine Vielzahl wichtiger Informationen zum naturverträglichen Verhalten zur Verfügung. Wichtige Beschlüsse der Delegierten waren: es wird künftig einen Deutschen Meister in der Serienklasse geben; bei Schleppstarts wird das Tragen von Integralhelmen zu empfohlen; der Etat für die Jugendförderung wird auf 18.000 Euro angehoben. Anschließend entlasteten die Delegierten den Vorstand, allerdings mit dem Auftrag, die zuvor in der Aussprache vorgelegten Punkte umzusetzen. In der dananch folgenden Wahl wurde der Vereinsvorstand nahezu vollständig wiedergewählt. Einzige Ausnahme war die Position des Sportvorstands. Hier trat Axel Stuckenberger zurück. Neuer Sportvorstand ist nun Ralph Schlöffel.
Der Sonntag brachte dann den öffentlichen Sportlertag, an dem die unterschiedlichsten Meistertitel im Drachen- und Gleitschirmfliegen verliehen wurden, das Publikum aber auch wieder viele interessante Filme und Präsentationen zu sehen bekam. Wer lange genug blieb konnte auch ein paar Unentwegte beobachten, die dank der an diesem Wochenende noch fahrenden Hochriesbahn ihre Runden über dem Berggipfel zogen. Zu den sportlichen Ergebnissen der deutschen Flug-Asse wird noch im Sportteil berichtet. Dank der Unterstützung durch Hallenwart Sepp Braun und der zahlreich erschienen Helfer vom DFC Hochries-Samerberg, dem GSC Inntal, den Bergdohlen Brannenburg und nicht zuletzt dem GSC Hochries-Samerberg, die gemeinsam die Jahreshauptversammlung des DHV in die Region brachten, organisierten und ausrichteten, wurde die Veranstaltung zu einem schönen Erfolg für alle Beteiligten.      Klaus Jotz

 PRESSEMITTEILUNG 13.11.09 Filmstar am Samerberg -
Ewa Wisnierksa auf Antrittsbesuch beim GSC Hochries-Samerberg

Ewa WisnierksaDer Samerberg ist um eine Attraktion reicher. Ewa Wisnierska, Hauptdarstellerin im Film „Reise zum Horizont“ und mehrfache Welt- und deutsche Meisterin im Gleitschirmfliegen hat ihr neues Domizil an den Samerberg gelegt. Nach vielen Jahren des unsteten Umherziehens mit dem Worldcup-Tross, für Promotion-Einsätze ihres Arbeitgebers in Fürstenfeldbruck und den Film, möchte Ewa sich auf neue Aufgaben konzentrieren. „Der Dreh war für mich eine wunderbare Erfahrung und mit Dörte Schwarz hatte ich eine sehr herzliche Filmpartnerin gefunden“, blickt sie auf die Eindrücke in ihrer Erinnerung zurück. „Diese Zeit hat mich aber auch bewusster werden lassen, vor allem in Bezug darauf, dass ständiger Druck und permanentes Ausloten der Grenzen viel von der eigenen Freiheit nehmen.“ Und die möchte Ewa sich in Zukunft wieder mehr gönnen, um sich so zu verwirklichen, wie sie sich selbst sieht. Weshalb sie sich gerade diese Region für ihren Neustart ausgesucht hat, beantwortet Ewa so klar, wie sie auch sonst ihre Ziele verfolgt: „Es ist sehr schön am Samerberg und ich habe hier eine ausgezeichnete Ausgangsbasis für meine weiteren Aktivitäten“. Besonders beeindruckt ist sie davon, „dass egal wohin ich zum Einkaufen gehe, ich immer irgend einen Fliegerkollegen treffe.“

Mit ihrem Antrittsbesuch bei den beiden Gleitschirmclubs Hochries-Samerberg und Inntal stellte sie den rund 80 Gästen ihr Programm als Fluglehrerin für ambitionierte Gleitschirmflieger vor. Dabei will sie nicht in Konkurrenz zu den regionalen Flugschulen treten, sondern ihr Wissen aus langjähriger Erfahrung an solche Pilotinnen und Piloten weitergeben, die sich auf dem Sprung in eine höhere Leistungsklasse befinden. Dafür plant sie in Zusammenarbeit mit der Hochriesbahn Seminare zu speziellen Themen für leistungsorientierte Flieger, aber auch Wochenend-Camps, in denen sie die weniger versierten Piloten an die ersten längeren Strecken vom Hausberg aus heranführen möchte. Die Hochries bietet sich hier deshalb speziell an, weil von diesem Berg aus immer wieder sehr weite Strecken geflogen werden, wie der diesjährige Hausbergstreckenrekord von Uli Strasser mit 180 km beweist. Ewa möchte dafür auch ausländische Gleitschirmflieger, zum Beispiel aus England, Holland oder anderen nördlicheren Ländern ansprechen und sie an die Hochries holen.

Auch ein anderes ihrer Projekte geht in die nächste Runde. Der Film „Reise zum Horizont“ hat am 20. November Premiere in Österreich beim Bergfilmfestival in Salzburg. Ab dem 11. Dezember wird er dann auch in Innsbruck, Wien und Pasching zu sehen sein. Nicht nur die sehr schönen Aufnahmen machen diesen Film sehenswert, vor allem sind es die Selbsterfahrungen der beiden Frauen durch die Fliegerei, die sie schließlich zu Freundinnen macht. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Dörte Schwarz 69 Jahre alt ist, als sie beschließt, mit dem Gleitschirmfliegen zu beginnen.        Klaus Jotz

 06.10.09 Mit Hochriesbahn geht‘s aufwärts                 

Das Schicksal der Hochriesbahn: Anfang des Jahres war es eine Hängepartie mit ungewissem Ausgang. Aber jetzt zeichnet sich ab, dass es mit der Gondelbahn wieder dauerhaft aufwärts geht. Der Gemeinde Samerberg und der DAV-Sektion Rosenheim ist es gelungen, den Fahrbetrieb weitgehend kostendeckend abzuwickeln. Mit Einheimischentarifen im Oktober geht es jetzt in die Herbstsaison

Samerberg - Seit April fährt die Hochriesbahn wieder - dank Alpenvereinssektion Rosenheim (DAV) und der Gemeinde. Sie waren Ende 2008 als Gesellschafter eingesprungen, als der beliebten Bahn die Insolvenz drohte. Es bleibe aber zunächst bei einem befristeten Fahrbetrieb bis Oktober, hatten die Verantwortlichen damals betont.
Nun steht fest: Es geht weiter. "Wir Verantwortlichen der Hochriesbahngesellschaft sind mit dem bisherigem Verlauf zufrieden und zuversichtlich", erklären Samerbergs Bürgermeister Georg Huber und Franz Knarr, Vorsitzender des Alpenvereins. "Trotz einiger Schlechtwetterphasen ist die Frequenz zufriedenstellend, wenn auch eine wirtschaftliche Ausgeglichenheit noch nicht erreicht wurde. Wir hoffen, dass Sessellift und Gondelbahn kostendeckend betrieben werden können, sobald die Altlasten abgebaut sind." Aber die Wetterprognosen bis 15. November stehen schon einmal gut.
Die Gaststätten an der Mittel- und Talstation wurden neu verpachtet. "Sie werden zunehmend positiv angenommen. Wenn auch die Altlasten noch große Sorgen bereiten, stellen sich Geschäftsführung und -leitung auf einen eingeschränkten Fahrbetrieb während der Wintersaison, so wie in den letzten Jahren, ein", so der DAV-Chef weiter.
Damit scheinen die ersten Hürden auf dem Weg zu einem kontinuierlichen Betrieb genommen und das regional wichtige Angebot, sowohl für Einheimische und Urlauber, gesichert - "vorausgesetzt, dass sich in den technischen Anlagen keine unvorherzusehende Investition auftut und die erforderlichen personellen Besetzungen weiterhin möglich sind".
Verantwortliche und Betriebspersonal, die für Betrieb, Erhalt und Fortgang der Bahn sorgen, freuen sich über die vielen Kunden, die sich in den vergangenen Monaten den Rosenheimer Hausberg zur Gestaltung ihrer Freizeit ausgesucht haben. Sei es, um die Aussicht weit über das Rosenheimer Land und den Alpenraum zu genießen, Bergwanderungen zu unternehmen oder die optimalen Voraussetzungen für Gleitschirm- und Drachenflüge nutzen. Eine Rast auf den Sonnenterassen des DAV-Gipfelhauses, der Mittelstation oder im Tal beim Parkstüberl rundet das Bergerlebnis ab.
Um möglichst vielen Menschen unserer Region das herrliche Bergerlebnis gerade in den kommenden Herbsttagen näher zu bringen, bietet die Hochriesbahn den gesamten Oktober über, jeweils von Montag bis Freitag, einen Einheimischentarif für Berg- und Talfahrt für zehn Euro an. "Jeder, der den Sondertarif nutzt, trägt zur weiteren Stabilisierung der Einrichtung bei", so Knarr. fxk/ls

 24.09.09 OVB Gleitschirmflieger vermisst                    

Der Genuss von unendlicher Freiheit, den ein Gleitschirmflieger nach einem Start vom Heuberg am Dienstag hatte, führte nach dessen vermeintlichem Absturz zu einer größer angelegten Suchaktion. Von mehreren Anwohnern im Nußdorfer Ortsteil Labach wurde am späten Nachmittag beobachtet, dass der Gleitschirmflieger nach seinem Start ins Trudeln geraten und plötzlich nicht mehr zu sehen war.

Nußdorf - Dabei vermuteten sie einen Absturz, der aufgrund der Geländebeschaffenheit für den Flieger nicht ohne Schaden ausgegangen sein dürfte. Die alarmierten Einsatzkräfte der Polizei und der Bergwacht Brannenburg leiteten sofort eine Suchaktion nach dem nunmehr vermissten Gleitschirmflieger ein, an der sich auch einige ortskundige Anwohner beteiligten.

Gegen 17.30 Uhr trafen die ersten Rettungskräfte der Bergwacht im Heuberggebiet ein. Wegen der starken Bewaldung und der steilen Hanglage entschied die Einsatzleitung kurzfristig, dass ein Rettungshubschrauber eingesetzt werden soll. Um 18 Uhr traf der SAR-Flieger der Bundeswehr vom Fliegerhorst Penzing in Nußdorf ein und begann mit einem ortskundigen Führer der Bergwacht an Bord die Suche.

Allerdings musste die Aktion bereits nach gut 45 Minuten abgebrochen werden, da zwischenzeitlich die Kraftstoffreserven des Helikopters zur Neige gingen. Eine schnelle Betankung der Maschine war jedoch nicht möglich, da die nächstgelegene einsatzbereite Tankstelle im etwa 70 Kilometer entfernten Traunstein angeflogen und somit der Einsatz aus der Luft zunächst unterbrochen werden musste. Die Hubschraubertankstelle in Rosenheim ist seit einiger Zeit nicht in Betrieb, einen Ersatz gibt es ebenfalls nicht.

Für die Bergwachtmänner, die mit zwei Geländewagen, einem Motorrad, zwölf engagierten Einsatzkräften und einem speziell ausgebildeten Suchhund unterwegs waren, bedeutete das einen herben Rückschlag in ihren Aktivitäten, zumal sich zu diesem Zeitpunkt bereits die Dämmerung einstellte. Ein Umstand, der in kritischen Situationen durchaus Menschenleben kosten kann, wie die Rettungskräfte einhellig bemerkten.

Der Not folgend wurde kurzerhand von der Bundespolizei ein weiterer Hubschrauber vom Typ EC 155 angefordert. Dieser verfügt neben einer Wärmebildkamera auch über Nachtsichtgeräte, so dass bei Dunkelheit weitergesucht werden konnte. Die aus Oberschleißheim stammende Maschine der Fliegstaffel Süd nahm dann, nun bereits in der Dunkelheit, die Suche wieder auf, jedoch - wie sich um 21 Uhr abzeichnete - ohne Erfolg. Vom Gleitschirmflieger gab es keine Spuren zu sehen, so dass die Suche abgebrochen wurde.

Wie das OVB auf Anfrage erfuhr, lagen der Polizei bis gestern keine neuen Erkenntnisse über den Verbleib des Bruchpiloten vor - der sich vermutlich mittlerweile einen neuen Startplatz für sein luftiges Hobby gesucht hat... stv

OVB 07.08.09 Inntaler gewinnt die Gleitschirm-Meisterschaften        

Die Gleitschirmflieger veranstalteten ihre Meisterschaften. Mit beteiligt waren die Vereine Hochries-Samerberg, Inntal und die Brannenburger Bergdohlen.

Diese Meisterschaften entsprechen einer langen Tradition der drei befreundeten Vereine und sollen nicht nur leistungsorientierte Piloten ansprechen sondern auch für Mitglieder ohne Streckenflugerfahrung eine lösbare Aufgabe bieten.

Die Aufgabe selbst gaben die Sportwarte der Vereine dann am Gipfel der Hochries bekannt. Ähnlich wie beim Segeln, gibt es auch bei dieser Meisterschaft Wendepunkte, die hier allerdings nicht durch Bojen markiert werden, sondern mittels virtueller vertikaler Zylinder mit einem Radius von 400 Metern, die durch GPS-Koordinaten festgelegt sind. Die Piloten müssen in der vorgegebenen Reihenfolge in diese Zylinder einfliegen oder sie zumindest tangieren. Auch Start- und Landeplatz sind von solchen Zylindern umschlossen. Die Zeit- und Streckennahme beginnt mit dem Einfliegen in den Startzylinder und endet mit dem Einfliegen in den Schlusszylinder. Im Fachjargon wird das Air-started Race genannt, weil die Zeitnahme nicht mit dem eigentlichen Start sondern mit dem Einflug in den Startzylinder erfolgt.

Die Aufgabe selbst war nicht gerade einfach. Nach ihrem Start mussten die Teilnehmer kräftig Höhe aufbauen und zurück über den Startbereich der Hochries, wo der Startzylinder lag. Von da aus führte die Strecke zunächst zum Gipfelkreuz des Riesenbergs und wieder zurück zum Karkopf, auf der anderen Seite der Hochries. Vom Karkopf aus mussten die Piloten die Frasdorfer Hütte überqueren und dann zum Bruchfeldhaus fliegen. Hatten sie diesen Wendezylinder hinter sich gelassen, ging es hinaus zum Schwimmbad Grainbach und wieder zurück zum Gipfel des Karkopfes. Wer diesen letzten Wendezylinder erreicht hatte, durfte sich zum Landeplatz begeben, wo er mit einer minimalen Gesamtstrecke von 25,05 Kilometern in den Zielzylinder in beliebiger Höhe einfliegen durfte.

Als Sieger wurde gewertet, wer die gesamte Aufgabe in der schnellsten Zeit gelöst hatte. Beim GSC Hochries Samerberg schaffte kein einziger Pilot das gesamte Spektrum. Die beste Wertung erzielte schließlich der Samerberger Alfons Bauer mit einer Gesamtstrecke von 19,81 Kilometern. Damit lag er in der Wertung vor Dr. Hans Krexa (19,46 km) und Franz Wolfromm (19,41 km). Als Beste unter den Damen belegte Annemarie Metzenroth mit 17,16 Kilometern den elften Platz. Die komplette Aufgabe bewältigte nur ein einziger Teilnehmer: Vorjahressieger Hans Bausenwein vom GSC Inntal. Er flog die gesamte Wettbewerbsaufgabe mit 25,48 Kilometern, das sind nur 30 Meter mehr als die rechnerische Mindeststrecke. re

 OVB 30.07.09 Hochriesbahn längerfristig sichern

Samerberg - Über viel Neues zur Hochriesbahn - von der Tal- bis zur Bergstation - berichteten Samerbergs Bürgermeister Georg Huber sowie Franz Knarr und Dieter Vögele von der Sektion Rosenheim des Deutschen Alpenvereins den Mitgliedern des Gemeinderates und den Mitarbeitern der Gemeinde Samerberg im Rahmen eines Informationsausfluges.

Erfreulich waren trotz schwieriger Wetter- und Flugverhältnisse in den letzten Wochen die bisherigen Bilanzen, über die Hochriesbahn-Geschäftsführer Rudl Bürger informierte. «Wir stecken allerdings noch mitten in einem harten Sanierungsprozess», erläuterte DAV-Schatzmeister Dieter Vögele die wirtschaftliche Situation der Bahn. Es gebe aber gute Gründe, die Hochriesbahn längerfristig über den Sommer- und Herbst-Betrieb hinaus zu sichern, wenn sich die bisherigen Zahlen stabilisieren, so Bürgermeister Huber. Der Gemeinderat traf sich auf der Hochrieshütte des Alpenvereins und ließ sich auch dort von Neuerungen und Verbesserungen informieren. hö

08.07.09 OVB Mehr Regenschirm statt Gleitschirm                     

Sieger SolowertungDie Crossalps, der Wettbewerb bei dem die zähesten Gleitschirmpilotinnen und -piloten ihren Wendepunkt am Limit suchen, wurde zum fünften Mal ausgetragen. Dank der ausgezeichneten Organisation liefen sie auch dieses Jahr wieder völlig reibungslos.

Das gaben die Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden zu Protokoll.

Die groben Regeln sind schnell erklärt: Der Start erfolgt am Samstag um 8 Uhr an der Talstation der Hochriesbahn. Von dort aus suchen sich die Teilnehmer eine Route, die sie zu Fuß und fliegend möglichst weit vom Startpunkt weg bringt. Der Wendepunkt muss strategisch klug gewählt werden, denn wer in die Wertung kommen will, muss am darauf folgenden Tag bis spätestens 17 Uhr zurück sein. Um möglichst viele Punkte zu erreichen, sind von der Gesamtstrecke mindestens 20 Prozent fliegend zurückzulegen. Das war dieses Jahr bei weitem nicht so einfach, wie es im voralpinen «Flachland» aussah. «Am ersten Tag herrschte wunderschönes Regen- und am zweiten Tag hammerartiges Wanderwetter», resümiert der spätere achtplatzierte Andreas Preininger vom Hörschinger FSV Bodenlos (Nähe Linz). Was sich für alle Beteiligten nach einem Wettbewerb mit hohem Fluganteil anhörte, entwickelte sich im weiteren Verlauf mehr und mehr zu einem Wettkampf auf zwei Beinen.

Trotz der nicht allzu rosigen Wetterprognosen hatten aber nur wenige Flieger abgesagt. So verteilten sich über 60 Teilnehmer in alle Himmelsrichtungen und suchten die für sie passende Route. In den Bergen verhinderten der immer wieder auftretende Starkregen, dichte Wolken und Wind aus falschen Richtungen die meisten strategisch wohl geplanten fliegerischen Ambitionen.

Trotzdem schafften es einige Teilnehmer, ihre teilweise nassen Gleitschirme in die Luft zu bringen. Der Kölner Lars Budack konnte immerhin 15 Flugkilometer aufsummieren und erreichte mit insgesamt 90,66 Punkten den dritten Rang. «Mir war dieses Wetter ganz recht. So konnte ich schließlich meine schlechten Flugergebnisse durchs Laufen wettmachen», freute er sich über sein Ergebnis. Tatsächlich hatte er mit knapp 112 Kilometer die weiteste Strecke zu Fuß zurück gelegt - man bedenke: mit rund 15 Kilogramm Gepäck auf dem Rücken und über mehrere Berge hinweg. Den zweiten Platz belegte Toni Patt, ein aus den USA eingewanderter Österreicher. Er flog mit seinem Schirm bereits 18 km weit. Sieger in diesem Jahr wurde aber der Grazer Maschinenbaustudent Paul Guschlbaur. Als effizientester Teilnehmer lief er «nur» 95,77 Kilometer, legte aber mit seinem Gleitschirm über 20 Kilometer in der Luft zurück. Damit bewältigte er die 20-Prozent-Hürde für die Flugzusatzpunkte und konnte sich damit auf Platz eins vorschieben. Die letztjährigen Sieger Tamegger/Schreder (Kössen/Reit im Winkl) erreichten in diesem Jahr den fünften Rang. Lokalmatadoren wie Michael Paul (Brannenburg, Platz 10) Alfons Bauer (Samerberg, Platz 16) und der deutsche Vizemeister im Streckenfliegen Werner Schütz (Höhenmoos, Platz 16) wurden auf die hinteren Ränge verwiesen.

In der Dameneinzelwertung sicherten sich Nina Wittig (Frasdorf) und Daniela Weiss (Riedering) den ersten Platz. Bei den Tandemfliegern gewannen Peter Fahringer (Kössen) als Pilot und «Fluggast» Josef Bamberger. kj

 

 02.06.09 OVB Drei fliegende «Brückners» auf der Hochries     

So prominente Fahrgäste hat die Hochriesbahn selten. Maximilian Brückner (rechts), Deutschlands jüngster Tatort-Kommissar, kam zum Gleitschirmfliegen auf den Berg - und brachte seine Brüder Dominik und Florian mit.
Die Flugkünste des aus Riedering stammenden Fernsehstars wurden mit der Kamera eingefangen. Sie sind am 18. Juni in der BR-Sendung «Bergauf-bergab» zu sehen. Die vor Wochen wiedereröffnete Hochriesbahn stand am Pfingstwochenende übrigens wegen einer technischen Panne kurz still. Das Problem sei aber schnell behoben gewesen, so die Bahn.

 

 05.05.09 OVB Streckenflugrekord von der Hochries

Rosenheimer Gleitschirmflieger Uli Strasser beim 180-Kilometer-Flug erneut Weltklasse

Kaum ist die Hochriesbahn wieder in Betrieb, purzeln auch schon die Rekorde in diesem Jahr. Der amtierende deutsche Meister im Gleitschirmstreckenfliegen, Uli Strasser aus Rosenheim, flog ganze 180 Kilometer. Genau auf den Tag zwei Jahre nachdem Werner Schütz den bislang weitesten Flug über 170 Kilometer vom Rosenheimer Hausberg aus startete, gelang Uli Strasser von den Brannenburger Bergdohlen erneut ein meisterlicher Flug, der ihn bis nach Lassing bei Liezen im Ennstal führte. „Mit seiner Nord-Nordwest-Lage war es der erste gute Tag in diesem Jahr, allerdings gestört durch häufige Abschattungen“, blickt Strasser auf die Bedingungen zurück. In den Monaten April und Mai herrschen nämlich in den Alpen die besten Voraussetzungen für weite Flüge. Dann haben aber die meisten Bergbahnen wegen Revision geschlossen. „Für uns leistungsorientierte Piloten ist die Hochries oft die einzige Möglichkeit, in dieser Jahreszeit mit der internationalen Konkurrenz mitzuhalten“, freut sich der promovierte Maschinenbauer. Fast hätte es aber nicht funktioniert, denn es tummelten sich bereits einige Kollegen am Startplatz, die ebenfalls auf Streckenjagd gehen wollten. So verzögerte sich sein Start ein wenig und die Aufwinde waren durch die abschattenden Wolken schon nicht mehr so optimal, sodass er sein ganzes Können aufbieten musste, um nach relativ langem Sinkflug überhaupt noch über die Hochries zu kommen. Als er sich schließlich auf den Weg nach Kössen zum Unterberghorn machte, waren seine Kollegen schon längst abgeflogen.
Dieser Berg war an diesem Tag die erste Schlüsselstelle, weil die eigentlichen Thermikquellen durch Wolken abgeschattet wurden. So mogelte er sich am „Bermudadreieck“ (Taleinschnitt zwischen Unterberghorn und vorgelagertem Bergrücken) entlang über den Bergrücken und fand auf dessen Rückseite den entscheidenden Thermikbart, der ihn auf 2600 Meter hochzog. Von dort aus ging es weiter über Waidring und Leogang, wo er schließlich aufgrund der geschickten Streckenwahl seinen Kameraden Christian Endner vom GSC Hochries-Samerberg einholte, beinahe aber auch am Boden stand. Gemeinsam flogen sie nun weiter ins Pongau, immer in sicherem Abstand vor der aufziehenden Front und sich bei der Suche nach dem rettenden Aufwind gegenseitig unterstützend. Am Eingang des Gasteiner Tals überlegte sich der deutsche Meister kurz, ob er die Überquerung des Alpenhauptkamms wagen sollte. „Es lag aber noch sehr viel Schnee und die Wolkenbasis war mit rund 3300 Meter nicht hoch genug. Einen Rückmarsch aus den Bergen hatte ich eigentlich nicht eingeplant“, erklärt Strasser seine Wahl für die Flugroute Ennstal. Während Endner nach 116 Kilometer wegen zu wenig Höhe in Radstadt zum Landen gehen musste, hatte Strasser noch ausreichend Potenzial um den Sprung ins Ennstal zu schaffen. Allerdings musste er sich die letzten zweieinhalb Stunden seines Fluges von Bergrippe zu Bergrippe „schwindeln“. Mit einigen Hebern und ausreichend Höhe schob es ihn aber trotzdem bis kurz vor Liezen, wo er gegen 19.15 Uhr sicher und glücklich seinen neuen Rekordflug beendete. Die Heimreise war dann noch einmal ein Abenteuer für sich. In vier Stunden und in vier Etappen per Anhalter durch Österreich, hatte er das Glück, immer wieder neugierige und aufgeschlossene Autofahrer/innen zu finden. An diesem Tag flogen auch die anderen Toppiloten des Rosenheimer Landkreises sehr weite Strecken. Götz Balzer vom GSC Inntal kam mit 132 Kilometer bis Schladming und Markus Kroiss vom GSC Hochries- Samerberg stand nach 112 Kilometern in Kleinarl am Boden.

 

05.05.09 OVB Deutscher Meister testet Simulator

GSC Hochries-Samerberg: Gleitschirmclub legt hohen Wert auf Sicherheit

Hans Bausenwein testet den Gleitschirmsimulator im Extremflug.Samerberg – Der GSC Hochries- Samerberg ist mit 445 Mitgliedern einer der größten deutschen Gleitschirmvereine. Zu ihnen zählt unter anderem der deutsche Meister im Streckenfliegen von 2007.
Der Club ist nicht nur eine lockere Vereinigung von Gleitschirmpiloten, er kümmert sich auch intensiv um
die von ihm gepachteten Fluggelände, um deren Pflege und naturverträgliche Erhaltung sowie eine objektive
Darstellung des Flugsports. In diesem Jahr wird er zudem in der Rosenheimer Region die Jahreshauptversammlung  zum 30-jährigen Bestehen des Deutschen Hängegleiterverbands ausrichten. Großen Wert lege der Verein aber auch auf die Sicherheit seiner Piloten und deshalb lud er den Münchner Luft- und Raumfahrtingenieur Ulrich Rüger mit seinem neuen Gleitschirmsimulator zum Clubabend im April.
Zwar müssen alle Piloten eine fundierte Ausbildung durchlaufen, trotzdem treten während des Fliegens immer wieder einmal Situationen auf, die vom Piloten eine angemessene Reaktion verlangen. Hierfür gibt es so genannte Sicherheitstrainings, in denen sich die Flieger, vergleichbar einem ADAC-Sicherheitstraining für Autofahrer, an das jeweilige Verhalten ihres Fluggeräts in Extremsituationen herantasten. Diese Trainings erweitern zwar den Erfahrungsschatz und das Sicherheitsbewusstsein, die Piloten müssen dabei aber auf eine ganze Reihe von Abläufen achten. Außerdem sind die einzelnen Flugfiguren naturgemäß mit einem
erhöhten Adrenalinspiegel verbunden und geben daher kaum Möglichkeit zur Selbstreflektion. „Meine Idee war es, bestimmte Extremsituationen im Trockenen üben zu lassen“, erklärt Ulrich Rüger die Motivation für seine bislang  zweijährige Entwicklungsarbeit. Herausgekommen ist ein System, das den Piloten in relativ entspannter Umgebung seine Trainingsflüge absolvieren lässt und ihm gleichzeitig eine Rückmeldung
per Kopfhörer über seine Reaktionen auf die einzelnen Flugzustände gibt. „Sehr realitätsnah“ und „hervorragend zum Üben“ waren denn auch die überwiegend positiven Meinungen der Vereinsmitglieder.
Selbst Uli Strasser (vom Nachbarclub Bergdohlen Brannenburg), amtierender deutscher Meister im Streckenfliegen, und Hans Bausenwein (vom GSC Inntal), Gewinner der XC Open World Series 2008 ließen es sich nicht nehmen, den Simulator in einem Test genauer unter die Lupe zu nehmen. „Damit gehen wir
Gleitschirmflieger einen weiteren Schritt in Richtung Sicherheit“, war ihr Kommentar nach Abschluss des Kurztrainings an diesem Abend. Der GSC Hochries-Samerberg setzt seine Tradition von monatlichen Veranstaltungen fort, die die Weiterbildung und Sicherheit der Piloten fördern.           re

 14.04.09 von Klaus Jotz -  Pressereferent GSC Hochries Samerberg

Der GS-Simulator - für euch getestet!      (Bilder zur Grossansicht bitte anklicken)

Bei unserem Vereinsabend am 20. April 2009 stellt Ulrich Rüger seinen Gleitschirm-Simulator vor. Eine entsprechende Rund-Mail mit der Einladung habt ihr alle ja bereits erhalten. Ich habe mir dieses Gerät vorab einmal angesehen und wollte euch kurz darüber berichten, um eventuell den/die eine/n oder andere/n zu motivieren, sich mal wieder am Vereinsabend blicken zu lassen ;-).

Ulrich ist Ingenieur für Luft- und Raumfahrt und hat sich bei der Konzeption dieses Geräts sehr viel Mühe gegeben. Ihm war es wichtig, uns Gleitschirmpiloten als Prävention gegen eine der häufigsten Unfallursachen – Einklappen des Schirms – die Möglichkeit zum Training in sicherer Umgebung zu bieten. Nun können wir das sicher auch im Rahmen eines Sicherheitstrainings (das dieser Simulator auch nicht ersetzt), allerdings sind dort die Voraussetzungen ganz andere: besonders für ungeübte Piloten ist das Sicherheitstraining mit zusätzlichem Stress verbunden, der eine Reflektion des jeweiligen Verhaltens nicht unbedingt erleichtert.

Der Simulator verursacht diesen Stress nicht, da wir mit dem Gurtzeug sicher an einer Aufhängung über dem Boden schweben. Vor uns befindet sich eine Leinwand, auf der wir das gewählte Fluggelände sehen. Wir schweben also lediglich visuell (virtuell auf neudeutsch) dahin. Gurtzeug und Steuerleinen sind so mit dem System verbunden, dass sich jede unserer Aktionen sofort auf dem Leinwandfilm zeigt. Wir können also kurven, rollen, nicken usw. oder langsam vor uns hingleiten. Auf die Dauer wäre das aber ziemlich langweilig und so hat Ulrich einige realitätsnahe kritische Flugzustände eingebaut, die er in unterschiedlichen Trainingsvarianten anbietet.

Die einfachste Variante ist das Ausgleichen von Nick- und Rollbewegungen des Gleitschirms, um zunächst ein Gefühl für die Schirmreaktionen zu erhalten. Dazu liegt bislang das Verhalten eines 1-2er Schirms zu Grunde. Interessant werden aber die simulierten Klapper, bei denen sowohl die Steuerleine „weich“ wird als auch das Gurtzeug kippt (ich hoffe ich erinnere mich da richtig). Vor uns auf der Leinwand drehen sich Bild und Horizont entsprechend weg. Der Pilot muss nun nach der aktuellen Lehrmeinung reagieren: Gewicht auf die offene Schirmseite verlagern und dort leicht anbremsen, um das Wegdrehen zu beenden oder zumindest zu verlangsamen, und gleichzeitig die Steuerleine der geklappten Seite unten halten. Gar nicht so einfach. Erst wenn wir den Steuerdruck der Leine auf der eingeklappten Seite wieder spüren, lassen wir diese Steuerleine wieder nach oben und der Schirm fliegt geradeaus weiter (was wir anhand der Geländebewegung auf der Leinwand sehen können). Anschließend erhält der Pilot noch ein akustisches Feedback, dass heißt, der Simulator sagt ihm genau, mit welchen Leinendistanzwerten er auf den Klapper reagiert hat und ob bzw. wo es gefährlich geworden ist.

Die Klapper können beliebig auf der linken oder rechten Seite erzeugt werden, unerwartet oder nach einer Turbulenz. Bei einer Simulation von 5 Minuten lassen sich 3 bis 4 Klapper üben. Ich persönlich musste aber schon ganze drei 5-Minuten-Simulationen fliegen, um einen einigermaßen brauchbaren Trainingseffekt zu erzielen. Das ist sicher von Pilot zu Pilot unterschiedlich. Im Rahmen des Clubabends werden vielleicht maximal 10 Piloten die Möglichkeit zu einem etwas kürzeren Test von etwa 4 Minuten haben. Wer also wirklich trainieren möchte, der sollte sich vor unserem Clubabend etwas Zeit für dieses Gerät nehmen und etwa 15 bis 20 Minuten Training einplanen.
Ulrich möchte seinen Simulator deshalb auch früher beim Neiderhell aufbauen – auch das wisst ihr ja schon.

Fazit: Ein Flug im GS-Simulator ist auf jeden Fall für jeden Flieger eine gute Investition. Ohne zusätzlichen Stress können wir das Beheben gefährlicher Flugzustände üben oder einfach nur unsere richtige Reaktion überprüfen und anschließend unser Verhalten reflektieren. Die erforderliche Dauer eines Trainings kann sicher jeder selbst einschätzen – es ist aber eher gefährlich, sein eigenes Können zu überschätzen.

Euer PR-Referent Klaus Jotz -  Bilder mit freundlicher Genehmigung von Ulrich Rüger


 08.04.09 - OVB  - Samerberg                                  
Hochriesbahn startet am Freitag

In nichtöffentlicher Sitzung hat der Samerberger Gemeinderat am Montag die letzten Hindernisse aus dem Weg geräumt: Am Karfreitag nimmt die Hochriesbahn wieder ihren Fahrbetrieb auf. Ursprünglich hatte die Bahn bereits am 1. April in die Saison starten wollen. Kurzfristig aufgetauchte finanzielle Altlasten hatten dies verhindert.

Zum Jahreswechsel haben die Gemeinde Samerberg und die Rosenheimer Sektion des Deutschen Alpenvereins als Gesellschafter das Ruder der Hochriesbahn übernommen und damit eine Insolvenz abgewendet. Der erste Schritt der neuen Gesellschafter war die Stilllegung der Bahn. Man brauche genügend Zeit für eine finanzielle Bestandsaufnahme, hieß es.
Samerbergs Bürgermeister Georg Huber und der Rosenheimer Alpenvereinsvorsitzende Franz Knarr wollten vor allem sicher stellen, dass weder die Kommune, noch die DAV-Sektion für alte Schulden der Bahn aufkommen müssen. Gerade daran war die ursprünglich für den 1. April geplante Aufnahme des Fahrbetriebs gescheitert. Kurzfristig waren finanzielle Forderungen aus dem Altbetrieb aufgetaucht. „Diese Forderungen sind jetzt offenbar vom Tisch“, erklärte gestern Huber. Zudem gab es Probleme mit der Finanzierung. Mit der Aufnahme des Fahrbetriebs tut sich eine finanzielle Lücke auf. Sie konnte nur überbrückt werden, indem man Grundstücke der Bahn belieh. Der Gemeinderat habe der gefundenen Lösung am Montag nun endgültig zugestimmt, so Huber.

Damit kann die Hochriesbahn nun in die neue Saison starten – rechtzeitig vor den Ostertagen. Ab Karfreitag, 10. April, transportieren Sessellift und Kabinenbahn wieder Ausflügler zur Mittelstation und auf den Gipfel des Rosenheimer Hausbergs.

Endgültig gerettet ist die Hochriesbahn damit aber noch nicht. Es bleibt beim angekündigten befristeten Fahrbetrieb bis Ende Oktober. Dann erfolgt ein Kassensturz, der über den weiteren Fortbestand des Betriebs entscheidet. Bislang fuhr die Bahn ein kräftiges Defizit ein – in manchen Jahren mehr als 200.000 Euro. Mit einem reinen Sommerbetrieb und kräftig reduzierten Kosten will man die Verluste auf einen fünfstelligen Betrag drücken. Dieses Defizit soll dann durch Pachteinnahmen und Sponsorengelder abgedeckt werden.

Ob dies gelingt, ist allerdings noch offen. Samerbergs Bürgermeister warnt vor zu großer Euphorie: „Es geht ums reine Überleben. Es wäre schon ein großer Erfolg, wenn wir uns bis Oktober über Wasser halten.“ Er sieht die anstehende Sommersaison als Bewährungsprobe: „Alle Beteiligten stehen jetzt vor einer echten Herausforderung“, appelliert er an Mitarbeiter und Gesellschafter, aber auch an die Gaststätten-Pächter, die Flugschule sowie die Gleitschirm- und Drachenfliegerclubs, die alle auf eine laufende Bahn angewiesen sind. „Alle müssen jetzt an einem Strang ziehen und ihren Teil dazu beitragen, dass der Betrieb wirtschaftlicher wird als in der Vergangenheit“, so Huber.

Am Osterwochenende hat die Hochriesbahn für alle kleinen Besucher ein besonderes Angebot parat: Drei Tage lang, von Samstag bis Ostermontag, findet ein lustiges Ostereiersuchen an der Hochries statt. Im „goldenen Osterei“ befindet sich eine Überraschung. Sessellift und Kabinenbahn fahren ab Karfreitag, 10. April, täglich von 9.30 Uhr bis 17 Uhr.

 07.04.09 - Samerberg online                                              

Hochriesbahn fährt wieder: An Ostern auf die Hochries .
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Start frei für die Hochriesbahn Samerberg heißt es nun ab Karfreitag, 10. April. Rechtzeitig vor den Osterfeiertagen haben die Verantwortlichen noch viele Steine aus dem Weg geräumt, um endlich den Fahrbetrieb wieder aufnehmen zu können.
Ungeklärte Forderungen, Vertragsangelegenheiten und finanzielle Altlasten hatten den offiziellen Start der Bahn nochmals verzögert.
„Nun kann der Frühling richtig kommen“, freut sich Samerbergs Bürgermeister Georg Huber nach dem positiven Votum des Samerberger Gemeinderates.
Es bleibt nun beim angekündigten befristeten Fahrbetrieb bis Ende Oktober 2009. Dann erfolgt ein Kassensturz, der über den weiteren Fortbestand des Hochriesbahn-Betriebs entscheidet.

Hoffen auf gutes Wetter
„Alle Beteiligten stehen jetzt vor einer echten Herausforderung und einer großen Bewährungsprobe“, appelliert Bürgermeister Huber. „Gemeint sind damit die Mitarbeiter, die Gaststätten-Pächter, die Flugschule, die Gleitschirm- und Drachenfliegerclubs und die Verantwortlichen der Hochriesbahn (Gemeinde und Deutscher Alpenverein Sektion Rosenheim).
Alle müssen jetzt an einem Strang ziehen und ihren Teil dazu beitragen, dass der Betrieb wirtschaftlicher wird als in der Vergangenheit“, so Huber. Er hofft nun natürlich auf ein gutes Wetter in dieser Saison, damit möglichst viele Ausflügler mit der Bahn auf die Hochries, den Rosenheimer Hausberg, fahren.

Suche nach dem goldenen Osterei
Am Osterwochenende hat die Hochriesbahn für die Kleinen Besucher ein besonderes Schmankerl parat: drei Tage lang, von Samstag bis Ostermontag findet ein lustiges Ostereiersuchen an der Hochries statt, ein Spaß für die ganze Familie. Im „goldenen Osterei“ befindet sich eine Überraschung.

Öffnungszeiten von Sessellift und Kabinenbahn: ab Karfreitag, 10. April täglich von 9.30 Uhr bis 17 Uhr.


 OVB 01.04.09 Weiter Warten auf die Hochriesbahn    

Mächtig ins Zeug legten sich zuletzt Mitarbeiter der Hochriesbahn, Wirtsleute und Bergwachtler, um den Einfahrtsbereich der Hochries-Kabinenbahn auf dem Gipfel vom Schnee zu befreien.

Doch nun verzögert sich die für 1. April geplante Wiederaufnahme des Fahrbetriebs weiter. Der Grund sind «gravierende Altlasten», die nicht rechtzeitig beseitigt werden konnten, wie der Rosenheimer Alpenvereinsvorsitzende Franz Knarr gestern erklärte. Es geht um ungeklärte Forderungen aus der Vergangenheit, neue Arbeitsverträge und offene Pachtzahlungen. Eine nicht-öffentliche Sitzung des Gemeinderats soll in den nächsten Tagen Klärung bringen. Ob die Bahn zumindest bis Ostern wieder fährt, ist fraglich. Anfang des Jahres hatten die Gemeinde Samerberg und die Rosenheimer Sektion des Deutschen Alpenvereins die Bahn übernommen.           Foto hö

OVB - NEUER FÖRDERVEREIN HOCHRIES -           

100 000-Euro-Kredit für Hochriesbahn
Ein neuer Förderverein will den „sanften Tourismus“ auf der Hochries fördern. Mit einem zinslosen Darlehen über 100 000 Euro wollen die 18 Gründungsmitglieder der Gemeinde Samerberg beim Betrieb der Hochriesbahn unter die Arme greifen.

Samerberg – Die Käseralm nahe der Hochries-Mittelstation war Ort der konstituierenden Sitzung des Fördervereins, zu dem sich 18 Gründungsmitglieder eingefunden hatten. Samerberger Bürger, Gewerbetreibende und Freizeitsportler wollen mit dem neuen Verein die sanfte Nutzung der Hochries
durch den Tourismus und die ansässigen Sportvereine unterstützen. Dazu soll die Infrastruktur, mit Hochriesbahn, Wegenetz, Pisten und Fluggebiet erhalten und gegebenenfalls umweltschonend verbessert werden. „Die Hochries war und ist ein Erholungs- und Freizeitgebiet für den gesamten Rosenheimer
Raum“, erklärte der neue Vorstand Kurt Axthammer. „Der bescheidene Tourismus am Samerberg
steht und fällt mit der bestehenden Infrastruktur.“ Um die Gemeinde in ihrer Funktion als Gesellschafter
der Hochriesbahn GmbH zu unterstützen und eine Initialzündung für den Betrieb der Bahn zu geben, tritt der Förderverein auch als Mittler für die Vergabe zinsloser privater Darlehen an die Gemeinde auf. Bereits am Gründungsabend konnte Manfred Voggenauer, Kassier und Zweiter Vorsitzender, eine gute Nachricht verkünden: Die 18 Gründungsmitglieder stellten eine Darlehenssumme von 100 000 Euro auf die Beine. Bürgermeister Georg Huber bedankte sich bei den Gründungsmitgliedern für ihr Engagement. Der Förderverein Hochries will weitere Aktivitäten entwickeln.
Infos gibt es unter www.fv-hochries.de.        re

 OVB 14.03.09 - Hochriesbahn fährt wieder      

Es ist die Zeit der großen und kleinen Rettungspläne. Während das Konzept für Opel auf sich warten lässt, geht es mit der Hochriesbahn wieder bergauf. Am 1. April wird der Fahrbetrieb am Samerberg aufgenommen - wenigstens bis Oktober. Spätestens dann entscheidet sich, ob die tief in die roten Zahlen gekommene Touristen-Attraktion auf Dauer eine Überlebenschance hat.  - VON LUDWIG SIMETH -

Samerberg - Fest steht aber schon jetzt: Die Gemeinde Samerberg und der Alpenverein gehen als neue Gesellschafter mit ihrem Engagement kein finanzielles Wagnis ein. Es bleibt dabei: Rosenheimer DAV-Sektion und Kommune übernehmen weder alte Schulden noch haben sie für die Hochriesbahn GmbH einen Kaufpreis, bezahlt - und es werden keine Samerberger Steuergelder oder DAV-Vereinsmittel verwendet, um frühere oder mögliche künftige Verluste auszugleichen.

Seit 23. Dezember steht die Bahn still, zum Jahreswechsel wurden die Verträge mit den zwei neuen Betreibern unterzeichnet, die das Unternehmen vor einer drohenden Zerschlagung bewahrten. Seither tüfteln die Verantwortlichen - allen voran Samerbergs Bürgermeister Georg Huber und DAV Chef Franz Knarr - zusammen mit einem vom Bayerischen Gemeindetag empfohlenen Steuerfachmann und möglichen Partnern an einem schlüssigen Betriebskonzept.

Einen „Befreiungsschlag” mit der Öffnung der Straße zur Mittelstation (es soll bei der Grundrichtung „sanfter Tourismus” bleiben) oder dem Umbau des gerade bei Familien und älteren Menschen unbeliebten Sesselliftes wird es aber nicht geben. Der fast nur bei schönem Wetter benutzbare Sessellift hält zwar eine große Zielgruppe ab - ohne Großinvestor kann man von einer Modernisierung aber nur träumen.

Trotzdem sieht der Gemeinderat eine Perspektive: Er beschloss jetzt mit großer Mehrheit in nichtöffentlicher Sitzung, dass der Fahrbetrieb noch vor Ostern starten soll. Bürgermeister Huber: „Vorgesehen ist ein zunächst befristeter Fahrbetrieb bis Ende Oktober. Danach gibt es einen Kassensturz - und dann wird über den Fortbestand entschieden.” Er hofft, dass der Neustart eine Schubwirkung erzeugt. Sparmaßnahmen, neue Tarife, verbesserte Angebote, Sponsoren und ein neuer Geschäftsführer - Rudl Bürger (56) - sollen die Hochriesbahn zukunftsfähig machen. „Es geht nicht nur um die Bahn, sondern den Tourismus in der ganzen Region”, setzt auch Knarr auf die Solidarität der Fremdenverkehrsbranche.

Als Grainbacher ist Bürger nicht nur ortskundig, als Chef der Drachenflug-Nationalmannschaft und Mitarbeiter beim Deutschen Hängegleiterverband weiß er auch um die Bedürfnisse der Freizeitsportler, die einen Großteil der Bahnkunden stellen, und hat einen guten Draht zur Flugschule Hochries.

Auch wenn so manches betriebswirtschaftliche oder technische Problem im Laufe der letzten Monate gelöst wurde - der Weg in die schwarzen Zahlen ist weit. Das Nahziel ist, die Verluste von teilweise über 200 000 Euro pro Jahr auf eine fünfstellige Summe zu drücken. Wer kommt für das Defizit auf, wenn sich trotz aller Bemühungen keine Sponsoren und Unterstützer finden? „In diesem Fall muss das Minus über die Vermögenssubstanz der Bahn abgedeckt werden”, so Huber und DAV Schatzmeister Dieter Vögele. Hintergrund: Die GmbH verfügt über Immobilien (Halle, Tennis- und Parkplatz), auf die Kredite aufgenommen werden können. Sollte es zum endgültigen Aus der Bahn kommen, könnten die Schulden mit dem Geld zurückgezahlt werden, das die Mobilfunkbetreiber für ihre Sendemasten auf der Hochries zahlen. Diese Einnahmen flossen bereits in der Vergangenheit der Hochriesbahn GmbH zu.

Der Stillstand von rund 100 Tagen hat auch mehreren Betrieben am Samerberg sehr zugesetzt. So hängt etwa der wirtschaftliche Erfolg der Flugschule auf der Hochries zu 100 Prozent von einem geregelten Sommer- und Winterfahrbetrieb der Bergbahn ab. Sie beklagt nicht nur die Ausfälle im Wintergeschäft, sondern befürchtet auch; dass viele Freizeitsportler dauerhaft auf andere Fluggebiete ausgewichen sind und damit als Kunden für Bahn, Flugschule und Wirtschaften verloren sind – zumal die Bahn schon im August und September wegen eines technischen Defektes mehrere Monate stillgestanden war.

Wer noch im Besitz eines gültigen Ein-Euro-Tickets ist, kann dafür bis Ende 2009 eine komplette Berg- und Talfahrt auf dem Rosenheimer Hausberg genießen. Ein Euro-Tickets, die 2008 abgelaufen sind, kann man gegen einen Aufpreis von fünf Euro einlösen. Jahreskarten behalten ihre Gültigkeit.

12.03.09 Hochriesbahn fährt ab 01.04.2009

12.03.09 Pressemitteilung der Gemeinde Samerberg:
Zukunft der Hochriesbahn Samerberg

Letzte Chance: befristeter Fahrbetrieb von April bis Oktober in Sicht

Bei den Bemühungen der Gemeinde Samerberg und der Sektion Rosenheim des Deutschen Alpenvereins (DAV), die Hochriesbahn wieder flott zu machen, ist man nun einen wichtigen Schritt weiter. Der Samerberger Gemeinderat hat mit großer Mehrheit in nicht öffentlicher Sitzung (11.3.09) beschlossen, alles daran zu setzen, den Fahrbetrieb ab Anfang April, pünktlich zu den Osterferien, wieder auf zu nehmen.

Vorgesehen ist ein zunächst befristeter Fahrbetrieb bis Ende Oktober 2009, danach wird ein Kassensturz erfolgen und über den Fortbestand entschieden. Grundlage dieser Entscheidung war ein von Fachleuten erstellter Wirtschaftsplan für 2009.

Mit zahlreichen Sparmaßnahmen, einer überarbeiteten Tarifstruktur und einigen Verbesserungen im Angebot wollen die neuen Gesellschafter Gemeinde Samerberg und DAV die früheren Verluste von über 200 000 Euro pro Jahr auf unter 100 000 Euro reduzieren.

„Wenn sich im Lauf dieses Jahres keine weiteren Sponsoren und Unterstützer finden, müssen die zu erwartenden Defizite über die Vermögenssubstanz der Bahn abgedeckt werden“, erläuterten Bürgermeister Georg Huber und DAV-Schatzmeister Dieter Vögele die finanziell angespannte Situation. Weitere finanzielle Verluste können dann nicht mehr aufgefangen werden, das würde bedeuten, die Hochriesbahn muss ihren Betrieb zum Herbst endgültig einstellen.

Unterstützer und Geldgeber sind also erforderlich, um die Bahn für die Zukunft zu erhalten. Vielversprechend ist dabei auch der vom Gleitschirmclub und dem Drachenfliegerverein initiierte „Förderverein Hochriesbahn“, der den neuen Gesellschaftern finanziell unter die Arme greifen möchte.

Dass gewisse Neuerungen und innovative Ideen gefragt sind, um den Bahnbetrieb rentabler zu machen, darin sind sich die Beteiligten einig, aber: „Im Grunde wollen wir die Grundausrichtung unseres sanften Tourismus nicht verlassen, das heißt die Hochries soll auch künftig der populäre, familienfreundliche Wander- und Ausflugsberg und ein Fliegereldorado bleiben“, so Bürgermeister Georg Huber.

Nicht durchführbar scheinen derzeit entscheidende Strukturveränderungen am Grundgerüst der Bahn: eine Öffnung der Bodenverbandsstraße zur Mittelstation oder ein Umbau des „ungeliebten“ Sesselliftes, der eine große potentielle Zielgruppe davon abhält, zur Bahn zu kommen.

Das neu aufgelegte bayerische Seilbahn-Förderprogramm sieht zwar Investitionszuschüsse von rund einem Drittel der Kosten vor, aber für den Betreiber bedeutet dies auch, zwei Drittel der Investitionssumme selbst aufzubringen.
„Hier sind wir schnell bei 1 Mio Euro“, rechnen die Experten vor.

„Der Erfolg des befristeten Betriebs hängt aber auch stark davon ab, ob alle Beteiligten, wie die dort ansässige Flugschule, die Bahn-Mitarbeiter und die Gaststättenpächter mit den neuen Gesellschaftern und dem neuen Geschäftsführer an einem Strang ziehen“, appelliert DAV-Schatzmeister Dieter Vögele. „Rückenwind nicht Gegenwind ist notwendig, dazu müssen vor Fahrbeginn noch etliche Baustellen abgearbeitet werden“, so Vögele weiter.

Als neuen Bahn-Geschäftsführer konnte nun mit dem Grainbacher Rudl Bürger (56) ein Mann gefunden werden, der vor Ort bekannt ist. Als Teamchef der Drachenflugnationalmannschaft sowie als Mitarbeiter beim Deutschen Hängegleiterverband hat er Organisationstalent bewiesen. Die Konsolidierung der Bahn sieht er als große Herausforderung an. Wandern, Klettern, Mountainbiken, Fliegen seien Themen, die zur Hochries passen, so Bürger.

Während der von April bis Ende Oktober vorgesehenen Bewährungsprobe ist es auch erforderlich, dass mehr zahlende Kunden zur Hochries kommen, und nicht nur die Freikartenbesitzer, so der Tenor im Samerberger Gemeinderat.

Wer noch im Besitz von gültigen 1-Euro-Tickets ist, kann diese bis Ende Juni 2009 bei einem Aufpreis von fünf Euro einlösen und dafür eine komplette Berg- und Talfahrt auf den Rosenheimer Hausberg genießen.


Presseveröffentlichung Crossalps 2009
Crossalps 2009 – Wendepunkt am Limit


Ring frei zur fünften Runde
Damit hatte wohl niemand gerechnet. Was im Jahre 2005 mit dem „Regenmarsch Richtung Zell am See“ von einer kleinen Truppe Eingeweihter begann, hat sich innerhalb von fünf Jahren zu DEM Walk&Fly Wettbewerb für Jedermann entwickelt.
Am 27. und 28. Juni starten wieder bis zu 50 marschierende und fliegende Gleitschirmpiloten, auf der Suche nach ihrem ganz persönlichen Wendepunkt am Limit.
Wie weit entfernt und wo dieser Punkt vom Startplatz der Talstation an der Hochriesbahn gewählt wird, bleibt dem Sportler dabei selbst überlassen. Je weiter weg, um so größer die Chance auf eine gute Platzierung. Vorausgesetzt, er erreicht rechtzeitig am zweiten Wettkampftag wieder den Ausgangspunkt und hat sich dabei regelkonform, nur laufend oder fliegend, immer mit der gesamte Ausrüstung am Mann/Frau, fortbewegt.
Die Meßlatte, die Georg Schreder (Deutschland) und Herbert Tamegger ( Österreich) mit ihrem letztjährigen Wendepunkt bei 50,1 Kilometern Luftlinie vorlegten, gilt es zu knacken. Egal, ob Profi oder Hobby-Sportler, Hauptsache naturbegeistert und gut zu Fuß.

Wie in den letzten Jahren erwartet Teilnehmer und die zahlreichen Zuschauer im Ziel eine zünftige Party mit Siegerehrung und Verlosung hochwertiger Sachpreise. Mit Biotech-Sponsoring (www.freiheit.cc) konnte dieses Jahr ein großzügiger Partner für dieses Adventure-Race gewonnen werden.

Crossalps Beginn: 27.06.08 um 08.00 Uhr
Crossalps Ende: 28.06.08 um 17.00 Uhr
Start/Ziel: Talstation Hochriesbahn (bei Rosenheim)

Alle weiteren Informationen und Anmeldung ab sofort unter www.crossalps.com
Email-Kontakt: info@crossalps.com


Quo Vadis Hochriesbahn? - Informationen zum Stand der Dinge
Die Hochriesbahn wieder flott zu machen — das ist das große Ziel der beiden neuen Gesellschafter Gemeinde Samerberg und Deutscher Alpenverein (DAV) Sektion Rosenheim.....

Die Leiden der Hochriesbahn - ein Spiegel unseres Tourismus
Ein Beitrag von Dr. Max Gimple, Landrat a. D. vom Landkreis Rosenheim
in der Rosenheimer Wochenzeitung echo

OVB 31.12.08 - Insolvenz noch abgewendet
Der Hochriesbahn droht die Insolvenz - seit vielen Wochen hielt sich dieses Gerücht hartnäckig am Samerberg und in der Region. Dass da was dran war, bestätigte sich jetzt: Die Bahn steht still. Aber nicht für immer: Im zähen Ringen um ein neues Konzept haben sich die Verantwortlichen um die Hochriesbahn buchstäblich in letzter Sekunde geeinigt und somit die drohende Insolvenz abwenden können. Gestern gab es dazu einen wichtigen Termin beim Notar.              VON ULRICH NATHEN

Bilduntertitel: Die Unterschriften sind gesetzt, die neue Betreibergesellschaft für die Hochriesbahn hat sich konstituiert: (von links) Bürgermeister Georg Huber; Franz Knarr, Vorsitzender der DAV-Sektion Rosenheim; der ehemalige Hochriesbahn-Geschäftsführer, Max Vollmer-Schwaiger; Andreas Müllinger, neuer Geschäftsführer der Bahn, und Dieter Vögele.

Samerberg - Dort wurde festgelegt:
Nach weitgehender Freistellung bestehender Verbindlichkeiten übernehmen die Gemeinde Samerberg und die Sektion Rosenheim des Deutschen Alpenvereins (DAV) im Verhältnis von zwei Dritteln zu einem Drittel die Hochriesbahn Samerberg GmbH. „Damit ist die hohe Bedeutung des nun seit über 35 Jahren bestehenden Sessellifts und der Kabinenbahn auf die Hochries für den Tourismus in der Rosenheimer Region vorerst gesichert”, freute sich DAV-Sektions-Vorsitzender Franz Knarr gestern im Gespräch mit dem Oberbayerischen Volksblatt. „Unser attraktiver Rosenheimer Hausberg bleibt damit zumindest in den Hauptsaisonen einem breiten Besucherspektrum einschließlich dem sportlichen Bereich der Drachen und Gleitschirmflieger erhalten.” Viele Berater hätten zuvor zur Seite gestanden, um eine realistische Einschätzung für die Zukunft der Bahn zu finden. Neben der bisherigen Besitzerfamilie und deren Hausbank waren laut Knarr der Landkreis, Landkreispolitik, Gemeinde, mögliche Privatinvestoren sowie die Alpenvereinssektion Rosenheim welche ihr Gipfelhaus mit der Bahn ver- und entsorgt in den „komplizierten Prozess” involviert.
Schon vor vier Jahren hatte es heftige Diskussionen um den Fortbestand der Bahn gegeben: in der Öffentlichkeit wie auch bei den Verantwortlichen (wir berichteten). „Die damals prognostizierte Stabilisierung der Hochriesbahngesellschaft hat sich letztendlich nicht eingestellt”, so Knarr rückblickend. „Und das trotz Sicherheiten für die Voraussetzung eines vertretbaren finanziellen Rahmens, eines verstärkten Marketings und verschiedenster Werbeaktionen.”
Dann ging es weiter bergab mit der Bergbahn: Notwendige Sanierungen, Ausbauten, Renovierungen sowie ein technischer Defekt im Spätsommer (wir berichteten) führten zu derartig finanziellen Defiziten, „dass eine Aufrechterhaltung der bisherigen Betriebsform nicht mehr möglich ist”, so Knarr. Aber auch Privatinvestoren hätten nach betriebswirtschaftlicher Klärung der Aktenlage ihr kaufmännisches Interesse weitgehend verloren. „Denn neue Vertriebsformen sind wiederum mit erheblichen Investitionen verbunden und zudem an Vermarktungen geknüpft, die unvermeidliche Kollisionen mit der Natur und dem bewährten sanften Tourismus am Samerberg zur Folge haben würden. Es sei der Gemeinde, der bisherigen Besitzerfamilie und der DAV-Sektion anzurechnen, dass eine stille Lösung dieser Art überhaupt gefunden werden konnte, um einen Einstieg für Gemeinde und Alpenverein schultern zu können.
„Nun gilt es, Bestandsaufnahme zu machen, die technische Geschäftsführung vorzubereiten und eine akzeptable Betriebsform auszutüfteln, um nicht schon in kurzer Zeit wieder vor ähnlich defizitären Situationen zu stehen", erklärte der DAV Sektionsvorsitzende. Deshalb sei der Betrieb vorerst geschlossen worden. Knarr: „Vorerst soll die Bahn nur in einem Minimalumfang betrieben werden, um Kostenexplosionen zu vermeiden. In welcher Ordnung dies geschieht, wird rechtzeitig bekannt gemacht.”
Bürgermeister Georg Huber sieht jetzt eine großartige Chance, einen nahezu schuldenfreien Neubeginn für den Betrieb der Hochriesbahn zu schaffen. „In der Übergangszeit bis ein neues Konzept steht werden wir sofort mit allen Tourismuspartnern innerhalb und außerhalb der Gemeinde den Dialog suchen. Das Ziel: den Bahnbetrieb wirtschaftlich zu gestalten.” Vor diesem Hintergrund schließt Huber allerdings nicht aus, dass es Einschnitte geben könnte. Alle müssten mit ins Boot, appelliert der Bürgermeister, „die Gastwirte, die Mitarbeiter, die Flug- und Skischule sowie die Drachen- und Gleitschirmflieger. Huber: „Auf ein finanzielles Experiment wird sich die Gemeinde auf keinen Fall einlassen.”
Dennoch: Die Alpenvereinshütte auf dem Gipfel der Hochries ist für Bergwanderer und Skitourengeher geöffnet (jeden Dienstag ab 16 Uhr, Donnerstag ist Ruhetag).

OVB 30.12.08 - Hochriesbahn steht wieder still
Nichts geht mehr an der Hochriesbahn am Samerberg: „Der Fahrbetrieb ist vorübergehend eingestellt”, informiert seit dem 23. Dezember ein Hinweisschild an der Kasse der Sesselbahn (kleines Bild). Auch die Kabinenbahn steht still. Diesmal hat aber kein technischer Defekt die Bahn außer Gefecht gesetzt. Grund ist vielmehr ein Betreiberwechsel, der derzeit notariell abgewickelt wird. Die Gemeinde Samerberg und die Alpenvereins-Sektion Rosenheim wollen künftig gemeinsam die Hochriesbahn übernehmen. Derzeit arbeiten beide Seiten an einem Konzept, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Dies kann aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Solange ist die Hochries nur zu Fuß erreichbar.


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